Mitten Drin – statt nur dabei

Mitten Drin – statt nur dabei
Mitten Drin – statt nur dabei

Mura Anfang Juli – Familienwoche im Haus M2 – Hitzewelle bei stattlichen 35°. Nicht nur die Luft, sondern auch das Wasser kochte. Die Rapfen jagen vor sich hin und die Karpfen stehen in den Unterständen. Beim langsamen Boot-Driften in die Seerosen hinein und über die Bäume die im Wasser liegen, konnte ich gleich mal die Spots sehen, wo unsere Freunde sich herumtummeln. Ich hab viele, ja sehr viele Carps gesehen – aber in Zonen die nicht bis schwer zu befischen waren. Also, mal auslegen mit geringen Risiko. Nix. Ok – für die nächste Nacht Risiko erhöhen und mitten rein in die Seerosen und Bäume. Trickreich sollte es werden – also, Umlenker setzen, Abspanner setzen um an die Stellen zu kommen wo die Jungs sich tagsüber aufhalten. Das brachte zumindest in der nächsten Früh Fische.

Doch dann wieder nix. Also, die Stellen aufgeben und neue suchen. Taktik – wieder einen Grad schwieriger. Brachte Fisch – aber alle verloren. Verdammt. Blöd war der Zeitfaktor. Alle Fische in der Früh so zwischen 5 und 6 – sonst hatten sie Sonnenprogramm.

Dann wieder 2 Tage nix. Bis der Sturm, Regen und Temperatursturz kam. Leider am Vorabend des letzten Tages. Noch schnell neue Spots für Sturm und fallenden Luftdruck gesucht, und dann war er da – Bisserl Orkan – angenehme 18° mit Platzregen. Passt. Alle Spots sind nun tief, teilweise vor den Seerosenfeldern und warten mit Snowmans auf Abnahme. Aber gut – am letzten Morgen 1 Aussteiger – aber nicht aufgeben. Es gibt ja noch 7 Stunden bis wir fahren.

Das Wetter hatte sich schon beruhigt – es war kühler – die Wasserschichten sind durchmischt und kühler geworden – eigentlich perfekt – aber müssen ja fahren,… Nun begann die Spannung mit dem last Minute Fish. Volltreffer! 2 Stunden vor Abfahrt ein Super Run – früher Nachmittag – Amur Arlam! Und da lag er auch schon da – super Abschluß!! Geiler Fisch.

Resümee zur Hitzefischerei – zach – die Fische wollen einfach net. Egal womit, egal was – kannst ihnen die Sachen vors Maul legen und sie werden nicht fressen. Warum? Sauerstoffgehalt des Wassers – somit ein Thema von Sprungschicht und Temperatur. Diejenigen, welche wollten, haben sich tapfer verlaufen, bzw. nahmen in der Früh, dass was noch übrig war vom Futterplatz. Nämlich wenig bis gar nix. Jeder Platz war am Morgen leer geräumt – egal ob mit wenig Partikel, Mega viel Partikel, nur Boilies, Mixe etc.

Bei meiner Spotsuche hatte ich Gelegenheit ein wenig Verhalten der Fische beim Spotplatz anzusehen. Das Wasser war klar und ich konnte mich mit dem Boot fest machen. Was passiert nun wennst einen Partikelmix, im meinen Fall den Premium Carp Partikel Mix von Carpline24.at einbringst. Vor allem kommen mal alle Friedfische die der See zu bieten hat. Ich konnte am Spot neben Lauben, Rotaugen, Rotfedern, Gibel , Schleien, auch ganz kleine Carps sehen. Dahinter dann die großen Jäger – ein Schauspiel der Sonderklasse. Also, übrig blieb nach ca. 1 Stunde am Spot: Mais und Boilies – der Rest des kompletten Mixes – weg (auch ein paar Rotaugen, die sich die Rapfen geholt haben). Meine Schlussfolgerung: Spot anfüttern unter Tags bei diesen Bedingungen nur mit Boilies. Erst bei Dämmerung, bzw. wenns Dunkel geworden ist, den Mix einbringen.

Den Amuren ist es wurscht wenn nur Mais da liegt und sie wollen, aber für die großen Carps in Mura ist nur Mais ein Dorn im Äuglein – den meiden sie einfach. Also, spät Abends den Spotmix raus – auf Mais verzichten – somit überlebt dieser bis zum Morgen und die Carps nehmen den Spot an.

Aber das ändert sich ja laufend, je nach Wassertemperatur und Luftdruck – ein Rezept hierfür gibt es nicht, außer sehr aufmerksam am Wasser sein und mit den Fischen denken – sie beobachten. Karpfenfischen ist für mich Jagd – jagd nach dem Fisch und da muß ich den Gegener kennen, ihn beobachten, ihn finden – dann hat man Erfolg.

Übrigens – die klassischen Spots beim Haus haben alle nicht funktioniert – da mußt schon mitten rein – dann bist dabei im Spiel, wenn die Karpfen net wollen. Ändert sich das Wetter extrem, dann geht das Spiel vom Neuen los.

Auf der einen Welsrute wollte kein großer Wels ran – denen war´s auch zu warm. Kleinere Welse haben sich Boilies gezogen. Ach ja – Danke an Szoltan für die nächtliche Not OP. So ein kleiner Wels hat mir ein 6er Haken in den Finger gedroschen. Szoltan hatte den Notarzt gemacht und alles ist wieder gut.

Was hier noch zu erwähnen ist, dass die CatSounder von CarpSounder perfekt funktionieren. Selbst bei Wind und dem großen Sturm waren sie brav still – nur bei Aktionen von Fischen sprangen sie an – so soll das sein – super Elektronik die die Jungs da verbaut haben. Lernt brav mit wie sich die Rute verhält.

Die 80er Schlagschnur hat auch wieder brav alle Seerosen- und Baumschlachten mitgemacht.

Rapfen waren am Tag mit 8g Spinner zu überlisten.

Also, alles in Allem – Hitze ist nicht Karpfenzeit, außer man lernt sie zu lesen. Kommt Wind – gibt´s Fisch und nach Unwettern sind die Fische im Freiwasser wieder, weil sie das Schaukeln der Seerosen und Äste im Wasser net mögen.

Bis bald,

Chris

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